Anlage II: Bootsordnung

Anlage II: Bootsordnung


 

    1. Bootsanlieger, nicht der Club haftet für Beschädigungen, die durch sein Boot verursacht werden. Die Bootsanlieger im Schwimm-Club müssen eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Eine schriftliche Bestätigung ist dem Bootswart vorzulegen

    2. Bei Unwetter oder an besonders stürmischen Tagen sollte sich jeder Bootslieger davon überzeugen, dass sein Boot fest vertäut liegt.

    3. Die Boote müssen so festgemacht sein, dass sie weder durch Wellenschlag noch durch starken Wind andere Boote oder den Steg beschädigen können. Dazu gehört, dass sie wasserseitig an einem ausreichend dimensionierten Anker mit gelber Ankerboje festgemacht sind; Steine oder sonstige beheflsmäßige Murrings genügen nicht. Zum Festmachen der Boote sind ausreichend dimensionierte Festmacher aus Tauwerk zu verwenden. Wäscheleinen, Kuhketten, Drahtseile usw. sind als Festmacher ungeeignet und eines guten Skippers nicht würdig. Es ist selbstverständlich, dass man Bootszubehör nicht auf den Stegen oder im Clubgelände herumliegen läßt. Festmacher und sonstige Leinen sollten, wenn überhaupt, aufgeschossen auf dem Steg liegen. Um die Pritschenbeläge nicht zu beschädigen, müssen Stellingsstege mit Rollen versehen sein. Ordnungsgemäße und ausreichend große Fender müssen vorhanden sein und ausgebracht werden, damit neben dem eigenen Boot auch das des Nachbarn bei extremen Witterungsverhältnissen, Unfällen oder mißglückten An- und Ablegemanövern geschützt ist. Flaggen, Wimpel, Aufkleber usw. die eine politische Gesinnung ausdrücken und den allgemeinen Yachtgebräuchen widersprechen, dürfen auf den Liegeplätzen nicht geführt werden.

    4. Die Kopf-Liegeplätze an den Stegen sind als Gästeplätze reserviert und daher freizuhalten. Ein kurzes Festmachen zum Ein- und Aussteigen oder zur Übernahme von Gütern ist selbstverständlich.

    5. Das Umfüllen von Kraftstoffen und Ölen sollte im Interesse aller nicht auf dem Rasen stattfinden, da dieser von uns allen als Sport- und Liegewiese benutzt wird.

    6. Eltern sollten darauf achten, daß Kinder, die nicht schwimmen können, die Stege nur in Begleitung Erwachsener betreten. Auch Kinder, die sich auf den Booten aufhalten, sollten Schwimmwesten tragen.

    7. Für die Unterbringung von Bootszubehör steht den Bootsanliegern ein Teil des Clubhaus-Kellers zur Verfügung.

    8. Für die ordnungsgemäße Lagerung von Außenbordmotoren ist in der Werkstatt eine Wandhalterung angebracht. Aus versicherungs-technischen Gründen dürfen weder im Keller noch im Clubhaus oder in der Werkstatt Kraftstoffe oder Öle gelagert werden. Hierfür befindet sich hinter der Werkstatt ein spezieller Schrank. Kraftstoff darf nur in geringen Mengen, in zugelassenen Blech- oder Plastikkanistern, in dem Schrank aufbewahrt werden. Eine ordentliche Lagerung der Ausrüstungsgegenstände und des Zubehörs ist selbstverständlich – auch im eigenen Interesse. Die Türen zum Clubhaus-Keller und zur Werkstatt sind grundsätzlich verschlossen zu halten.

    9. Vor der Jahreshauptversammlung des SCN04 muss der Bootswart eine Sitzung zur Wahl des Bootswartes einberufen. Stimmberechtigt sind alle Bootsfahrer mit festem Wasser- und/oder Landliegeplatz, sowie der Segelwart und der Regattaleiter. Teilnahmeberechtigt und einzuladen sind außerdem alle Liegeplatz-Anwärter, die einen schriftlichen Antrag auf einen Wasserliegeplatz gestellt haben, der Jugendsegelsprecher und der geschäftsführende Vorstand. In dieser Versammlung werden die Liegeplätze für die nächste Saison neu eingeteilt. Grundsätzlich erfolgt die Einteilung nach Größe und Manövrierfähigkeit, d.h. die größten und am schwersten zu manövrierenden Boote (Windangriffsfläche, Antriebsart, Tiefgang usw.) liegen an der Flußseite und die kleineren, wendigeren Boote liegen weiter unter Land. Vom Bootswart ist anschließend ein Plan über die festgelegten Liegeplätze zu erstellen und im Clubhaus auszuhängen. Die Winterliegeplätze im Clubgelände müssen innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Auslegen der Stege im Frühjahr geräumt werden, damit der Platz in Ordnung gebracht werden kann und den Sonnenhungrigen wieder als "Liegeplatz" zur Verfügung steht. Hierfür, und auch für die anderen anfallenden Arbeiten während der Saison, wird vom Vorstand Arbeitsdienst angesetzt, der selbstverständlich auch von den Bootsanliegern absolviert werden muss. Bei Verkauf und Anschaffung eines Bootes mit größeren Abmessungen erlischt das Anrecht auf den Liegeplatz. Der Bootswart muss feststellen, ob ein Liegeplatz der entsprechenden Größe zur Verfügung steht. Ist dies nicht der Fall, kommt der Bootseigner neu auf die Anwärterliste. Abtretungen der Liegeplätze über einen gewissen Zeitraum (Urlaub usw.) müssen mit dem Bootswart abgesprochen und genehmigt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Plätze vorrangig durch Liegeplatzanwärter des SCN04 optimal genutzt werden. Der Bootswart hat darauf zu achten, dass die Bootsstege nicht überlastet werden und alle Boote gut ein- und ausfahren können. Die Neuvergabe von Bootsliegeplätzen erfolgt, nach Vorschlag des Bootswartes, durch den geschäftsführenden Vorstand. Der Bootswart hat hierfür eine Liste über die schriftlich eingereichten Anträge auf Bootsliegeplätze zu führen.

    10. Am Ufer steht den Bootsliegern eine Zapfstelle für Strom und Wasser zur Verfügung. Die Benutzung von Stromaggregaten ist auf allen Liegeplätzen untersagt. Wegen der Abgas- und Geräuschbelästigung ist auch das Warmlaufen von Bootsmotoren auf ein Mindestmaß zu beschränken. Im Clubhaus ist ein separater Zähler für die Stromentnahme am Bootssteg eingebaut. Jede Stromentnahme ist dem Bootswart zu melden. Er hat darauf zu achten, dass keine Differenzen wegen der Kostenübernahme entstehen. Aus Sparsamkeitsgründen sollte sich auch die Wasserentnahme auf ein Mindestmaß beschränken.

    11. Bei Bordfesten und ähnlichen Anlässen ist die Lautstärke (von Radio, Tonband usw.) so zu reduzieren, dass andere nicht in ihrer Nachtruhe gestört werden. Arbeiten an den Booten, die laute Geräusche mit sich bringen, sollte man mit Rücksicht auf die anderen Mitglieder nicht am Samstagnachmittag oder am Sonntag ausführen. Unser Platz dient allen Mitgliedern als Erholungszentrum.

    12. Die Überwachung dieser Bootsordnung ist die Aufgabe des Bootswartes. Seinen Anweisungen ist Folge zu leisten. Er ist nur dem Vorstand gegenüber verantwortlich.

    13. Jeder Bootsplatznutzer (d.h. auch "Untermieter" oder "Springer") ist für den Liegeplatz selbst verantwortlich.

    14. Der feste Liegeplatz-Inhaber zahlt das ganze Jahr (Saison) für seine Bootslänge, der "Untermieter" zahlt das ganze Jahr für seine Bootslänge, ein Springer zahlt anteilmäßig für seine Bootslänge den Beitrag an den Club.

    15. Ein Bootsplatz-Inhaber, der seinen Bootsplatz zwei Jahre nicht nutzt, verliert sein Recht auf den Bootsplatz und fällt auf die Anwärterliste zurück.

    16. Clubmitglieder sollen für die Benutzung des Reinigungsgerätes einen Beitrag von 5,--€, Nichtmitglieder sollen 10,-- € zahlen; außerdem ist jede Fremdnutzung dem Bootswart mitzuteilen.

Bitte lächeln Sie ruhig über den einen oder anderen Punkt, aber nicht jeder Bootseigner ist als Kapitän geboren !

 

Vorgelegt durch den Bootswart
Genehmigt durch den Vorstand
Frankfurt am Main, im März 1992
Schwimmclub Niederrad o4 e.V.
- Der Vorstand -