Frachter fährt quer

Am 10.09.17 ankerte ein Motorboot im Bereich des Licht und Luftbades. Keine gute Stelle dafür, da der Main dort etwas schmal ist. Hundert Meter stromab hätte es die Einfahrt zur alten Schleuse gegeben, dort wäre Platz zum Ankern, ggf. auch mit Holly ins Päckchen zu gehen. Vielleicht war der Motor kaputt und das Ankern war nicht freiwillig. Es kam ein Schubverband. Sein Sog zog das Motorboot Richtung Frachter. Dieser Hupte und ließ die Maschine volle Kraft rückwärts laufen um ein Kollision zu vermeiden. Dann warf er alle Querstrahlruder, mindestens 2 hatte er, an und traversierte sich vom Motorboot weg. Leider war rechtsmainisch einer unserer Segler. Diesem war durch die Bordwand des Frachters keine Sicht zum Motorboot möglich. Er ahnte nicht was die Huperei und das ungewöhnliche Mannöver bedeuten sollte und Bezog das auf sich. Der Frachter kam ihm immer näher und da er gerade beim Aufkreuzen war wurde der Manöverierraum knapp. Im Wind stehend verlor er dann die Kontrolle über sein Boot. Es war ein leichter Seggerling, der nicht lange im Wind stehen bleibt. Evt. wurde er zusätzlich vom Sog eines Strahlruders erfaßt. Kurz vor der Kollision drehte der Seggerling wieder ab, der Frachter schaltete die Strahruder ab und nahm wieder Fahrt auf, unser Segler konnte, etwas bleicher im Gesicht, aus der Enge rauskreuzen.
Die Crew des Max schaute dann noch nach dem Rechten, da sie weit weg waren und nicht überschauen konnten, ob evt. jemand aus dem Motorboot ins Wasser gefallen war. Dies war aber nicht der Fall.